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Titelverteidiger Alexander Zverev im Viertelfinale der BMW Open by FWU

Titelverteidiger Alexander Zverev im Viertelfinale der BMW Open by FWU

Morgen deutsches Duell im Achtelfinale – Mischa Zverev fordert Philipp Kohlschreiber heraus

München. Das war ein unerwartet hartes Stück Arbeit für Alexander Zverev, bevor er ins Viertelfinale der BMW Open by FWU einziehen konnte. Yannick Hanfmann verlangte der Nummer Drei der Welt alles ab, allein der erste Satz hat über eine Stunde gedauert.

Der Karlsruher hatte angekündigt, wie er gegen Zverev spielen wollte und zog es durch. Immer wieder spielte er coole Stopps und brachte Alexander Zverev damit zur Weißglut. Der schimpfte und haderte und verlor den ersten Satz im Tie-Break mit 12:14. Auch der zweite Durchgang war ausgeglichen, erst gegen Ende des Satzes konnte sich Alexander Zverev einen Vorteil herausspielen, schaffte das Break und somit den Satzausgleich mit 6:4. Im dritten Durchgang ging´s dann schneller – Zverev viel stabiler als in den ersten Sätzen, Yannick Hanfmann konnte nicht mehr ganz mithalten. Mit 6:2 gewann Alexander Zverev den Entscheidungssatz und zog nach zwei Stunden und neun Minuten ins Viertelfinale ein.

Sein Gegner steht auch schon fest, das ist Davis Cup-Kollege Jan-Lennard Struff. Der tat sich ebenfalls überraschend schwer gegen Yannick Maden aus Stuttgart. Die Nummer 119 der Welt präsentiert sich derzeit in der Form seines Lebens, hatte in der vergangenen Woche in Budapest sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour erreicht. Struff gewann den ersten Satz mit 6:3, musste den Zweiten dann aber mit 3:6 abgeben. Die Erkältung der vergangenen Tage habe nichts damit zu tun, sagte Struff nach dem Match, er fühle sich schon viel besser. Den dritten Durchgang entschied die Nummer 62 der Welt dann wieder mit 6:3 für sich und will nun versuchen sein bestes Ergebnis bei den BMW Open by FWU mindestens zu egalisieren, 2014 kam er bis ins Halbfinale. Natürlich weiß er, dass das gegen Alexander Zverev sehr schwer werden wird: „Über seine Qualitäten müssen wir hier nicht reden, er ist ein sehr guter Spieler“, so Struff. „Unser Match vor zwei Wochen in Monte Carlo war aber sehr eng, ich habe nur knapp verloren. Ich rechne mir also durchaus Chancen aus, sonst müsste ich auch gar nicht auf den Platz gehen.“

Kurzen Prozess machte einer der Shootingstars der Tennis-Szene, Hyeon Chung aus Südkorea, mit Lokalmatador Matthias Bachinger aus München. 6:1 und 6:1 das Ergebnis, in nur 58 Minuten hatte der Sieger des NextGen Finals in Mailand das Viertelfinale erreicht. Dort trifft er auf den Sieger der BMW Open by FWU 2014, Martin Klizan aus der Slowakei. Der hatte sich in drei Sätzen gegen Mirza Basic aus Bosnien und Herzegowina durchgesetzt (4:6, 6:3, 7:5).

Morgen dürfen sich die Zuschauer auf ein deutsches Duell freuen, zwischen Mischa Zverev und Philipp Kohlschreiber. Drei Mal hat er das Turnier bereits gewonnen, könnte mit einem weiteren Triumph Rekordgewinner der BMW Open by FWU werden. Bei keinem Turnier fühlt sich Kohlschreiber so wohl wie in München, insgesamt zum 14. Mal spielt er hier bei den BMW Open by FWU. Sein Gegner heute im Achtelfinale ist Mischa, der ältere Bruder von Alexander Zverev, und der weiß ziemlich genau welch´ schwierige Aufgabe ihn da heute erwartet: „Kohli scheint hier in München immer sein bestes Tennis zu spielen, außerdem hat er Heimvorteil. Aber ich werde versuchen mein Bestes zu geben, seinen Rhythmus zu brechen, mal Stopps spielen, ans Netz gehen, einfach viele Dinge ausprobieren.“ Mischa Zverev hat sich also schon ganz genau überlegt, wie er den dreimaligen Turniergewinner besiegen kann. Und hat das übrigens auch schon getan, denn die einzige Begegnung bislang, 2008 in Rotterdam, hat Mischa Zverev gewonnen. Aber das ist lange her, natürlich ist Philipp Kohlschreiber favorisiert: „Mischa spielt im Moment nicht das absolute „Wow-Tennis“, sagt er, „aber mein weiß ja nie. Zuletzt hat er in Monte Carlo gute Leute geschlagen und ein deutsches Duell will man natürlich immer gewinnen.“